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TENOR & GITARRE

 

Programm: „Music For a While“

»Möge die Musik für eine Weile all deine Sorgen vergessen lassen« heißt es in der berühmten Arie »Music For a While« von Henry Purcell, die diesem Konzertprogramm seinen Titel gab. Dem englischen Meister des Barock ist der letzte von drei Konzertteilen gewidmet. Die fein gezeichneten Kompositionen aus der Sammlung »Orpheus Britannicus« spiegeln aufwühlende Gefühle und empfindsame Seeleneindrücke. Am Beginn des Programms stehen Werke der Renaissance: Mit Texten und Melodien voller Melancholie, Verzweiflung, Anklage, aber auch Vorfreude und Hingabe lässt die Musik John Dowlands das elisabethanische Zeitalter Englands, ihren Königshof und ihre Weggefährten aufleben. Den zweiten Teil bilden Volksliedvertonungen des englischen Komponisten Benjamin Britten. Alte Lieder von Liebe, Seefahrt, Krieg und Landleben erscheinen in Brittens moderner Klangsprache des 20. Jahrhunderts. Mit einer warmen, wandlungsfähigen Stimme und einer fein nuancierenden Gitarre loten Torsten Krug und Sandra Wilhelms die Tiefe dieser wunderbaren Musik aus.

Programm: „Nacht und Träume“

»Und die Welt hebt an zu singen, / triffst du nur das Zauberwort«. Begegnet man den Liedern Franz Schuberts, so kann man an diese berühmte Zeile von Joseph von Eichendorff glauben.
Schuberts Begabung fällt in eine Epoche der Genies, die ins Grenzenlose, Geheimnisvolle aufbrechen. »Nacht und Träume« markieren die Sehnsucht der Romantik, »dem Gemeinen
einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehn, dem bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein« zu geben, so Novalis. Während die Romantik als Epoche ihr Ende fand, lebt und wirkt das Romantische bis heute fort – als Geisteshaltung in der Poesie, Musik, Philosophie wie im Alltagsleben.
Obwohl sich Kammermusik mit Gesang und Gitarre im 19. Jahrhundert immer größerer Beliebtheit erfreute, schuf Schubert keine originären Kompositionen für diese Besetzung. Dennoch muss er die Gitarre sehr geliebt haben, spielte er selbst das vielseitige Konzert- und Harmonieinstrument, und viele seiner Kompositionen scheinen von ihrem Klang inspiriert.
Ihre Beliebtheit beim (oft selbst musizierenden) Publikum war so groß, dass der Verleger und Komponist Anton Diabelli etliche Lieder für Gitarre bearbeitete und veröffentlichte, manchmal noch vor der Original-Ausgabe mit Klavier-Begleitung. Anschaffungspreis und Handlichkeit der Gitarre machten sie zum idealen Begleiter gerade bei Anlässen, wo Klavier oder Flügel nicht zur Verfügung standen. Den Liedern Schuberts vermag sie eine Intimität zurück zu geben, die auf großen Konzertpodien verloren gehen kann.
Das Programm »Nacht und Träume«, mit Liedern von Haydn, Brahms und vor allem Franz Schuberts, ist eine Reise in geheimnisvolle Welten, das Dunkle wie das Hoffnungsvolle, die guten wie die bösen Träume, die Sehnsucht und die Ruh.

 

TORSTEN KRUG, geb. 1973 in Stuttgart, studierte Neuere Deutsche Literatur, Musikwissenschaft und Philosophie in Tübingen. Seine Tenorstimme lies er von Johannes Sorg (Aurelius-Sängerknaben Calw), Helga Spatzek und Elena Fink (u.a Wuppertaler Oper) ausbilden. Zusammenarbeit mit zahlreichen Ensembles und Dirigenten. CD-Aufnahmen und Konzertreisen. Seit 2006 lebt er als freier Theaterregisseur, Sänger und Autor in Wuppertal.

http://www.torstenkrug.de

 

SANDRA WILHELMS, geb. 1978 in Arnsberg, studierte zunächst Diplom-Instumentalpädagogik an der Hochschule für Musik Detmold. Anschließend  absolvierte sie am Lemmensinstituut in Leuven /Belgien den Master of Music mit Hauptfach Gitarre bei Raphaella Smits und den Master of Music mit Hauptfach Kammermusik bei Christel Kessels. Sie spielt in unterschiedlichen Kammermusikformationen von Duo bis Kammerorchester, spielte mehrere CDs ein und konzertiert regelmäßig. Seit 2007 lebt sie als Musikpädagogin und Gitarristin in Dortmund.

 

 

 

Fotos: Kurt Rade, Adam Zegarmistrz Glagla